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Verspannungen

Sie kennen das. Ob nun nach langen Autofahrten, am Schreibtisch oder schon morgens.

Der Nacken ist fest. Der Kopf lässt sich nicht drehen und überhaupt ist alles irgendwie steif und unbeweglich: Verspannungen. „Sicher hilft jetzt eine Massage. Schaden kann es jedenfalls nicht.” Wirklich nicht?

Was ist eigentlich eine Verspannung und wie entsteht sie?

Wenn ein Muskel sich zusammenzieht, erhöht sich an dieser Stelle die Spannung im Gewebe. Druck entsteht. Wird diese Spannung längere Zeit ohne Veränderung gehalten, kommt es so zu einer Minderversorgung der Muskulatur. Der pH-Wert kippt. Der Muskel wird sauer. Wir bemerken ein unangenehmes Gefühl, das langsam zu Schmerz wird. Bewegungen lindern jetzt, da sich die Durchblutung wieder etwas verbessert. Aber das hält selten lange an. Warum? Weil der Muskel wieder den Befehl erhält, sich wieder zusammenzuziehen.

Sehen Sie: ein Muskel ist wie ein Soldat.

Stellen Sie sich eine Kaserne vor. Direkt am Eingang ist eine Wache postiert. Sie hat Befehl vor dem Tor zu stehen. Bei Wind und Wetter. Egal was passiert. Nun weiß der Soldat nicht, warum er das tun muss. Aber Befehl ist Befehl. Also steht er Wache. Den ganzen Tag. Und das ist nicht einfach. Sicher sehr anstrengend.

Jetzt kommen Sie an dieser Kaserne vorbei und bekommen Mitleid. „Hey, junger Mann! Mach mal Pause. Ich geb ein Eis aus. Das hilft sicher. Schaden kann es jedenfalls nicht.” Und der Soldat verläßt seinen Posten. Und ja, die Pause gefällt und das Eis ist auch sehr lecker.

Aber schadet es tatsächlich nicht?

Was, denken Sie, ist in diesem Moment in der Kaserne los. Sie ist unbewacht. An einen normalen Betriebsablauf ist sicher nicht mehr zu denken. Ganz schnell werden neue Wachen eingeteilt. Der Befehlshaber befürchtet das Schlimmste und ist stinksauer. Was meinen Sie, wie es dem kleinen Soldaten ergeht, wenn er wieder vor dem Kasernentor erscheint. Der darf extra strammstehen und hat jetzt vielleicht sogar noch eine Wache, die ihn bewacht.

Wie der Kommandeur einer Kaserne hat unser Nervensystem Gründe für seine Befehle. Beide verfügen über ausreichend Informationen. Ist z.B. ein Gelenk instabil, muss dies durch zusätzliche Muskelspannung kompensiert werden. Liegt eine Entzündung vor, so ist es ratsam, dieses Gebiet nicht noch weiter zu reizen. Hier verhindern Verspannungen ungünstige Bewegungen. Auch kann eine Verspannung eine reflektorische Antwort auf eine Problematik an einer ganz anderen Stelle im Körper sein. So finden wir bei einer Blinddarmentzündung auch immer eine stark verspannte Bauchmuskulatur. Eine Massage würde hier das entzündete Gewebe zusätzlich reizen und weitere Schmerzen verursachen.

Verstehen Sie mich jetzt bitte nicht falsch! Eine Massage ist eine fantastische Art Muskulatur zu entspannen. Sie ist seit Jahrtausenden erprobt und extrem effektiv. Und gerade weil sie so effektiv ist, sollten wir nicht einfach drauflos massieren, ohne die Gründe unserer Verspannung zu kennen. Denn sind die Muskeln in Ihrem Nacken verspannt, dann haben sie einen Befehl erhalten, genau das zu tun. Warum wissen die Muskeln nicht. Wollen wir, dass die Muskulatur sich wieder entspannt, müssen wir die Gründe dafür finden und behandeln.

Ein blockiertes Zehengelenk reicht, um Ihre Körperstatik so zu beeinflussen, dass Ihr Nacken verspannen muss.

Sich nur auf den Nacken zu konzentrieren, kann also nie erfolgreich sein. Wir müssen den ganzen Körper betrachten. Nur so können wir die Gründe für die Verspannungen erkennen und effektiv behandeln. Ich nehme mir sehr viel Zeit, Sie zu untersuchen. Selbstverständlich nicht nur Ihren Nacken. Ich nehme Ihren gesamten Körper unter die Lupe. Und beginne erst mit der Therapie, wenn ich die Ursache Ihrer Beschwerden gefunden habe. Meine jahrelange Erfahrung, meine zahllosen Fortbildungen und Zusatzqualifikationen ermöglichen es mir, Ihren Körper optimal bei der Heilung zu helfen.

Ich bin Physiotherapeut, sektoraler Heilpraktiker für Physiotherapie und Osteopath. Zusätzlich betreibe ich Forschung und unterrichte.

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